J O H A N N E S   B E Y E R L E
E R O S I O N E N




SONDERVERANSTALTUNG
Wiederholung der Erstvorführung vom 25.05.2012

FILMSEQUENZEN IN DER WOLFSSCHLUCHT
BEI KANDERN
am 15. Juni 2012, 21 Uhr

Film: Johannes Beyerle
Violoncelli: David Neuffer und Hennes Vollmer
Weitere Mitwirkende: Frédéric Letellier,
Monika Strittmatter, Nail




J O H A N N E S   B E Y E R L E
A N S I C H T E N

28.04. - 3.06.2012



JOHANNES BEYERLE geboren 1971, lebt und arbeitet in Vogelbach bei Kandern. Johannes Beyerle setzt sich seit über zehn Jahren mit der ambivalenten Beziehung des Menschen zu Tieren und zur Landschaft auseinander. Der Ereignischarakter intensiver Tierbeobachtung und einer mimetischen Annäherung an Landschaft sind der Ausgangspunkt seiner künstlerischen Arbeit.



Beyerle gehört zu jenen selten gewordenen Malern, deren Leben und Werk mit einem Ort ein so enges Verhältnis eingegangen sind, daß bei ihrem Namen sogleich das Erinnerungsbild einer Landschaft vor dem geistigen Auge erscheint. Johannes Beyerles „natürlicher“ Ort ist das Markgräfler Land, das er auf langen einsamen Wanderungen, nur begleitet von seinem Hund, durchstreift, beschäftigt mit nichts als dem Sehen. Irgendwann wußte er mit unabweisbarer Bestimmtheit, daß dies seine Landschaft und er ihr Maler war, und daß er eine Wahl getroffen hatte.



Eines Tages aber entdeckt er den Steinbruch, der ihn fortan nicht mehr losläßt. Was ihn daran fasziniert, ist die Nähe von unversehrter Natur und menschlichem Eingriff, von Schönheit und Zerstörung. Johannes Beyerle liebt diesen Ort, er vermag Stunden in beharrlichem Schauen zu verbringen, um “sich gewissenhaft mit dem Bild der Dinge zu sättigen“, bis er allmählich die geologischen Schichten des Steinbruchs erkennt, sein „steinernes Skelett“. Er sucht nach dem Eintrag des eigenen Erlebens in der Zeichnung.



Er sitzt auf einem abgebrochenen Felsblock, vor sich große Blätter, Nepalpapier, an denen er im Atelier mit Farbe gearbeitet hat, gebrannte Siena, Umbra, Schwarz. In die ungenauen Farbflecken, die vielleicht eine von der Sonne angeleuchtete Wand hinter wuchernden Pflanzen, eine dunkle Tiefe oder Reflexe von Wolken veranschaulichen, trägt er jetzt mit dem Bleistift Linien ein, eine von der bröckelnden Wand des Steinbruchs abgelesene Textur. Es geht ihm darum, die formende Hand der Natur sichtbar zu machen. Dabei entstehen Arbeiten, die an Höhlenzeichnungen erinnern.

Prof. Dr. Christa Bürger/Berlin




www.ars-memoriae.de

28. April - 3. Juni 2012
SA + SO 14 - 17 Uhr
oder nach Vereinbarung


27. April 2012

V E R N I S S A G E

Einführung durch Janine Schmutz, Kunsthistorikerin, Basel