19.3. - 27.03.2011 bei der 7. RegioArt Lörrach

FRANK KOPAHNKE

geboren 1964 in Lörrach. Arbeitet seit 15 Jahren als freischaffender Künstler. Seine neueste Serie von Flechtobjekten hat sein gegenständliches Arbeiten abgelöst.


Interview

Wann und wie hast Du mit der Malerei angefangen?
Ich war schon immer ein leidenschaftlicher Schachspieler.  Da habe ich mit 16 Jahren angefangen zu malen. Meine Themen drehten sich ausschliesslich um das Thema Schach.

An welches Bild kannst Du Dich noch erinnern?
Anfang der 80er Jahre. Es war ein abstraktes Bild, gemalt mit Öl auf Leinwand,  ziemlich wild, aber mehr ein Objekt.

Was bedeutet die Bildende Kunst für Dich persönlich?
Für mich ist Kunstschaffen ein echtes Bedürfniss, ein Ventil um mein Inneres rauszulassen.

Wer oder was hat Dich beeinflusst?
In meiner Arbeit so gut wie niemand. Aber es hat mich sicher vieles geprägt. Ich war als Jugendlicher aktiver Sportler, war nach 1980 drei mal hintereinander Baden Württembergischer Meister im Gewichtheben. Ich bewunderte natürlich Wassili Alexejew, damals der absolute Ausnahmesportler.  Nach meiner Bundeswehrzeit bei der Marine entdeckte ich meine Liebe für das Meer. Und wahrscheinlich der grösste Einfluss überhaupt -  die Rockmusik.

Welche Musik hörst Du gerne?
Wie gesagt die Rockmusik.  Vor allem Grateful Dead, aber auch Jimi Hendrix, Gov't Mule, Popa Chubby und vieles, vieles mehr.

Hörst Du Musik auch während Du arbeitest?
Immer.

Welchen Einfluss hat die Musik auf Deine Arbeit?
Einen positiven, einen sehr positiven Einfluss.

Was inspiriert Dich ausserdem?
S&D&R&R, ausserdem die Blödheit der Anderen und die Dummheit der Meisten.

Wer ist Dein Lieblingskünstler?
In der Malerei Adolph Menzel, Lyrik Bob Dylan, Musik Jerry Garcia, Schauspiel Charles Laughton.

Hast Du Vorbilder?
Nein.

Welcher Kunstrichtung findest Du Dich mit Deiner Arbeit am meisten verbunden?
Pop-Art. Aber meine Arbeit würde ich eher als Punk-Art bezeichnen.

Wie gehst Du bei der Arbeit vor?
Ich gehe absolut planlos an die Arbeit, lasse mich treiben, höre Musik. Die Intuition ist mein Antrieb.

Wie würdest Du Dein Thema „Connections“ beschreiben?
Durch zerreissen, spannen, verknüpfen, verzweigen und immer wieder vorausschauen erarbeite ich ein eigenes System. Ähnlich dem Schachspiel ergeben sich durch diese Vernetzung immer wieder neue Spielmöglichkeiten.  Aus Knüpfpunkten entstehen  neue Wege und Strukturen, beinahe unendlich. Dafür verwende ich alte Bettwäsche. Dieses Material fesselt mich, denn es verkörpert fast alles in unserem Leben - Sex, Geburt, Schlaf, Träume, Krankheit und Tod.

Woran arbeitest Du im Moment?
Am 13. Geflecht.

Als Du 21 Jahre alt warst, was hast Du da gemacht?
Ich ging auf eine abenteuerliche Weltreise, über San Francisco, Hawaii bis nach Samoa.

Du hast mir mal von Deiner Aktion am Brandenburger Tor in Berlin 1989 erzählt was hat Dich dazu bewogen?
Mein Vater stammt aus Berlin, in diese Stadt hat es mich immer wieder gezogen. So auch 1989. Ich habe damals ein 5 x 5m grosses Schachbrett aus Folie mit überdimensionalen Schachfiguren in ein Auto gepackt und bin damit nach Berlin gefahren. Es war genau 14 Tage vor der Maueröffnung.  Direkt vor dem Brandenburger Tor habe ich mein Schachspiel aufgestellt, ständig beobachtet von DDR Grenzsoldaten und habe dann den ganzen Tag mit Mauertouristen Schach gespielt. Für mich war das damals eine letzte altdeutsche Performance.

Hast Du eine Lebensweisheit?
Realität ist eine Illusion, die aus Mangel an Inspiration entsteht.


Connections 2 - Good times


Connections 10 - Dark star

Connections 4 - Insanity

Connections 5 - Just before insanity

Connections 6 - Love hurts

Connections 7 - Soulshine

Connections 9 - Wish you were here

Connections 1 - Cortez the killer

Connections 3 - Guardian Angel

Connections 8 - Take a walk on the wild side

Connections 11 - With a little help from my friends



Connections 12 - Foxy Lady



Connections 13 - Sugar Magnolia



Connections 14 - Touch of Grey


Connections 15 - Sunshine Day Dream



Connections 16 - Perfect Sense